Fahrschullehrer/in

Fahrschullehrer/in – steigen Sie ein in einen Beruf mit Zukunft!

Egal ob öffentlich oder individuell, ob auf 2 oder 4 Rädern oder in der Luft - noch nie waren die Menschen so mobil wie heute. Weiterhin unverzichtbar für die meisten von uns ist dabei das Autofahren.  Fast 90.000 Führerscheine wurden 2017 in Österreich erworben. Die wichtigste Bezugsperson auf dem Weg zur Lenkerberechtigung ist und bleibt die Fahrschullehrerin bzw. der Fahrschullehrer. Sie interessieren sich für Autos, arbeiten gerne mit jungen Menschen und sind offen für neue Mobilitätstechnologien? Dann steigen Sie doch ein in diesen verantwortungsvollen Beruf mit Zukunft.

Trends und Wandel in der Branche

E-Mobilität, Konnektivität, Assistenzsysteme und das teilautonome Fahren sind die Trends der Zukunft. Viele sind daher verunsichert und stellen sich die Frage: Machen selbstfahrende Autos Fahrschulen überflüssig? Im Gegenteil, sagen Branchenexperten: Je komplizierter die Technik, desto wichtiger ist der Fahrschullehrer. Denn Anfängerinnen und Anfänger müssen besonders geschult werden, um die Grenzen solcher Fahrzeuge zu erkennen. Studien haben außerdem gezeigt: Autonomes Fahren erfordert gute Autolenkerinnen und -lenker. Dies vor allem in kritischen Situationen, bei denen es zu einem Ausfall des Systems kommt und der Fahrer die manuelle Steuerung wieder übernehmen muss. Die Fahrlehrer der Zukunft müssen sich immer mehr mit diesen zukunftsorientierten und anspruchsvollen Systemen auskennen. Dadurch wird die Tätigkeit gleichzeitig noch abwechslungsreicher und interessanter.

Berufsaussichten

Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind für Fahrlehrer außerordentlich gut. Die österreichischen Fahrschulen, bei denen ein Generationenwechsel bevorsteht, suchen dringend qualifizierte Nachwuchskräfte, die offen sind für die Entwicklungen in einer sich stark verändernden Branche. Wer bereit ist, sich auf bestimmte Ausbildungsbereiche zu spezialisieren, und sich ständig weiterqualifiziert (z.B. zum Spritspartrainer, Elektromobilitätstrainer oder Mehrphasen-Sicherheitstrainer), sichert seinen Arbeitsplatz nachhaltig ab. Gerade Frauen sind als Fahrlehrerinnen gesucht. Nur 10% der Fahrlehrer sind weiblich, aber die Hälfte aller Fahrschülerinnen und Fahrschüler sind Frauen.

Bildungspfad Fahrschullehrer/in im Detail

Der Bildungspfad Fahrschullehrer beschreibt den Ausbildungsweg vom Fahrlehrer bis hin zum Fahrschullehrer mit Zusatzberechtigungen in den verschiedenen Fahrzeugklassen. Die Ausbildung zum Fahrlehrer an der Fahrlehrerakademie setzt einen Führerschein-Besitz und eine Führerschein-Fahrpraxis von mehr als 3 Jahren voraus, ebenso Unbescholtenheit. Das Basisseminar für die Klasse B und alle anderen Klassen umfasst 285 Stunden theoretische und 60 Stunden praktische Ausbildung sowie Zusatzausbildungen für die Klassen A, C, D, E und F. Diese 6-monatige Ausbildung schließt mit der Lehrbefähigungsprüfung zum Fahrlehrer ab. Wer nicht nur praktischen Fahrunterricht im Auto, sondern auch theoretischen Unterricht im Schulungsraum geben möchte, kann im nächsten Schritt die Ausbildung zum Fahrschullehrer absolvieren.

Für Fahrschullehrer sind die Zulassungsvoraussetzungen für die Lehrbefähigungsprüfung weitgehend ident mit denen, die für Fahrlehrer gelten. Sie müssen aber zusätzlich ein Reifezeugnis oder 5 Jahre Praxis als Fahrlehrer während der letzten 8 Jahre, wovon mindestens 1 Praxisjahr unmittelbar vor Einbringen des Antrages erforderlich ist, nachweisen können. Das Basisseminar für Fahrschullehrer hat einen umfangreicheren Theorieteil – es sieht 330 Theorie- und 60 Praxisstunden vor und schließt nach einem halben Jahr ebenfalls mit einer Lehrbefähigungsprüfung ab. 

Fahrlehrer können schließlich noch mit verschiedenen Zusatzausbildungen ihr Fachwissen erweitern, wie z.B. mit der Ausbildung zum Mehrphasen-Fahrsicherheitstrainer oder Fahrsicherheitsinstruktor, mit der Weiterbildung zum Spritspar-Fahrlehrer oder mit dem Seminar Risikokompetenz, das man benötigt, um Bewerber für die Lenkberechtigung der Klasse A1 auszubilden.

 

Eigenschaften, die Sie als Fahrschullehrer benötigen, sind:

  • gute Reaktionsfähigkeit
  • gutes Sehvermögen
  • didaktische Fähigkeiten
  • gute Beobachtungsgabe
  • Kundenorientierung
  • Motivationsfähigkeit

 

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad

Je nach Ihrer beruflichen Vorerfahrung können Sie in die folgenden Stufen des Bildungspfads einsteigen:

Als Fahrlehrerin bzw. Fahrlehrer trainieren Sie mit Fahranfängern das Bedienen und Fahren von Personen-, Lastkraftfahrzeugen oder Motorrädern. Im praktischen Unterricht (Fahrstunden) begleiten Sie Ihre Schüler in den Ausbildungsfahrzeugen. Sie sind meistens auf einige Fahrzeugtypen spezialisiert. Zusätzlich zu den Führerscheinklassen für Motorrad, PKW, LKW und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterrichten Sie auch die Bedienung von Sonderkraftfahrzeugen, Gefahrengutfahrzeugen oder Fahrzeugkranen. Fahrlehrer arbeiten in Fahrschulen oder auch in Automobilclubs, wo sie Fahrsicherheitstrainings abhalten.

Sie

  • führen Fahrstunden durch; erläutern die Fahrzeugbedienung und vermitteln die Fahr- und Einparktechniken,
  • trainieren die Handhabung der jeweiligen Fahrzeugtypen, z. B. von Motorrädern: einen Kreis fahren, in der Ebene, in der Steigung, im Gefälle anfahren und wenden usw.
  • führen Ausbildungsfahrten auf Bundes- oder Landstraßen, auf Autobahnen oder Kraftfahrzeugstraßen durch,
  • begleiten Fahrschülerinnen und Fahrschüler bei der Prüfungsfahrt,
  • führen Fahrsicherheitstrainings und Fahrtechnikschulungen durch.

Als Fahrschullehrerin bzw. Fahrschullehrer dürfen Sie zusätzlich zum praktischen auch den theoretischen Unterricht über technische Grundlagen und Verkehrsvorschriften in der Fahrschule abhalten.  

Sie

  • bereiten Ihre Schülerinnen und Schüler auf die theoretische Führerscheinprüfung vor,
  • erstellen einen Lehrplan,
  • bereiten den Unterricht mit entsprechenden Materialien und mit Medieneinsatz vor,
  • vermitteln die Verkehrsregeln und erläutern die technische Funktionsweise der Fahrzeuge.
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