Sicherheitsfachkraft

Sicherheitsfachkräfte retten Leben!

In speziellen Branchen und bei bestimmten Tätigkeiten sind Arbeitnehmer*innen bei ihrer Arbeit besonderen Gefahren ausgesetzt. Um diese Gefahren auszugleichen, müssen die richtigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Sicherheitsfachkräfte beraten Betriebe zu Arbeitssicherheit und menschengerechter Arbeitsgestaltung und unterstützen bei der Erfüllung der geltenden gesetzlichen Vorgaben.

 

Außerdem informieren sie über die verschiedenen Möglichkeiten zur Unfallverhütung, über Berufskrankheiten und Arbeitshygiene und organisieren z.B. Erste-Hilfe-Kurse.

Trends & Wandel in der Branche

Die Sicherheitsfachkraft fungiert entweder als Stabstelle im Unternehmen oder bietet als externe*r Berater*in ihre Dienstleistung an.

Die ursprünglichen Aufgaben – Evaluierung der Arbeitsplätze mit Blick auf gesundheitsgerechte und -erhaltende Gestaltung (Licht/Lärm/Luft) sowie die Analyse potenzieller Gefahren im Umfeld des Arbeitsplatzes - verschieben sich immer mehr in Richtung der Themenbereiche psychologische und betriebssoziologische Grundlagen des Arbeitnehmerschutzes.

Berufsaussichten

Gemäß Bundesgesetz über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz – ASchG) sind Unternehmen dazu verpflichtet, Personen als Sicherheitsfachkräfte zu bestellen, die die erforderlichen Fachkenntnisse nachweisen können. Daher ergeben sich für Sie als Sicherheitsfachkraft vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Unternehmen jeglicher Größe und unterschiedlichster Branchen.

Zur Ausbildung als Sicherheitsfachkraft sind nur Personen zugelassen, die ausreichende Grundkenntnisse auf technischem Gebiet und ausreichend betriebliche Erfahrungen vorweisen können.

Die Ausbildung und die daran anschließende Prüfung zur Sicherheitsfachkraft sind somit auch nicht branchenabhängig. Sicherheitsfachkräfte sind bei der Ausübung ihrer Tätigkeit weisungsfrei.

Bildungspfad Sicherheitsfachkraft

Der Bildungspfad Sicherheitsfachkraft zeigt einen Weg auf, den Sie nach dem Erlernen eines Lehrberufes – im Idealfall einer technischen Fachrichtung - oder nach dem Absolvieren einer technischen, (hoch)schulischen Ausbildung beginnen können.

Zur Fachausbildung sind Personen zuzulassen, die

  1. eine technische Ausbildung abgeschlossen haben. Folgende Ausbildungsformen kommen dafür in Frage: ein Hochschulstudium oder Fachhochschulstudium einer technischen oder naturwissenschaftlichen Studienrichtung, eine Reifeprüfung an einer höheren technischen Lehranstalt, eine Meisterprüfung, eine Werkmeisterprüfung oder ein vergleichbarer Abschluss

und

  1. eine mindestens zweijährige, dieser Ausbildung entsprechende betriebliche Tätigkeit ausgeübt haben.

Wenn diese Bedingungen nicht auf Sie zutreffen, können Sie dennoch zur Fachausbildung zugelassen werden, wenn Sie eine mindestens vierjährige betriebliche Tätigkeit ausgeübt haben und an der Ausbildungseinrichtung, beispielsweise dem WIFI, eine Aufnahmsprüfung absolviert haben.

Eigenschaften

Folgende Stärken sind in diesem Bildungspfad von Vorteil: Flexibilität, Einsatzfreude, Verantwortungsbereitschaft, analytisches Denken, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit.

Ihr Start in den Bildungspfad

Ihr Start in den Bildungspfad

Abhängig von Ihrer beruflichen Vorerfahrung haben Sie folgende Einstiegsmöglichkeiten in diesen Bildungspfad:

Als Fachkraft mit Lehrabschluss kann der erlernte Beruf in allen Arten von Unternehmen, öffentlichen Institutionen oder Organisationen ausgeübt werden.

Die Lehre bietet eine solide Berufsausbildung. Es gibt rund 220 anerkannte Lehrberufe. Für Ihren Einstieg in den Bildungspfad zur Sicherheitsfachkraft bieten sich vor allem technische Lehrberufe an.

Als Meister*in sind Sie für mittlere und höhere Führungsaufgaben in Industrie- und Gewerbebetrieben qualifiziert. Sie können sich auch selbständig machen und Ihren eigenen Betrieb führen.

Sie

  • organisieren in handwerklichen Betrieben die Arbeitsabläufe,
  • üben in industriellen Betrieben überwachende und koordinierende Aufgaben aus,
  • stellen die Qualität der ausgeführten Arbeiten sicher,
  • betreuen Ihre Kundinnen und Kunden und Lieferanten,
  • nehmen kaufmännische Aufgaben wahr,
  • bilden Lehrlinge aus bzw. leiten Fachkräfte an,
  • sind berechtigt, selbstständig einen entsprechenden Betrieb zu führen.

Als Werkmeister*in qualifizieren Sie sich für mittlere Führungsebenen in Industrie- und Gewerbebetrieben.

Sie

  • bewältigen Aufgaben der Planung, Organisation und Kontrolle auf Ihrem Fachgebiet selbstständig,
  • haben die Übersicht über Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und Umweltschonung,
  • können Meistertätigkeiten im Betrieb wahrnehmen,
  • sind berechtigt, Lehrlinge auszubilden,
  • führen und unterstützen Mitarbeiter*innen nach modernen Managementmethoden,
  • haben umfassende Kompetenzen im Fachbereich Ihrer Werkmeisterausbildung.

Als Sicherheitsfachkraft beraten Sie Arbeitgeber*innen und unterstützen diese bei der Erfüllung gesetzlicher Pflichten.

 Sie

  • beraten Arbeitgeber*innen
  • beraten und unterstützen Arbeitnehmer*innen und Sicherheitsvertrauenspersonen
  • besichtigen und evaluieren Arbeitsstätten und Baustellen,
  • ermitteln Ursachen von Arbeitsunfällen und werten diese aus,
  • erstellen Dokumente zu Sicherheits- und Gesundheitsschutz und leiten daraus Maßnahmen ab.
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