Schweißaufsicht

Heiß begehrt:
Ihr Talent und Können in der Schweißtechnik.

Schweißen ist ein spezieller Prozess, der Fingerspitzengefühl erfordert. Schließlich muss die Schweißnaht perfekt in das Produkt eingearbeitet sein und kann nur im Nachhinein mit großem Aufwand ausgebessert werden. Einwandfreies und fehlerloses Arbeiten in diesem Bereich setzt eine qualitätsvolle Ausbildung voraus. Das WIFI ist als Zertifizierungsstelle für Schweißerinnen und Schweißer ebenso wie für Hartlöterinnen und Hartlöter akkreditiert und hat allein im Jahr 2016 über 5.600 Schweißerzertifikate ausgestellt.

Trends und Wandel in der Branche

Während im Jahr 2015 der Beruf der Schweißerinnen bzw. Schweißer und der Schneidbrennerinnen bzw. Schneidbrenner auf Platz 5 der Liste der Mangelberufe in Österreich war, hat sich die Ausgangslage seither verbessert.
Dennoch ist aufgrund des Fachkräftemangels besonders die Nachfrage nach qualifizierten Schweißerinnen und Schweißern sehr groß. Mit Abschluss der Ausbildung ist die berufliche Bildung für Schweißerinnen bzw. Schweißer jedoch noch nicht beendet. Neue Werkstoffe und die Weiterentwicklung der Schweißverfahren, Schweißzusätze und Prüftechniken erfordern eine regelmäßige Bereitschaft zur Weiterbildung.
Die digitale Informationstechnologie hat auch die Schweißtechnik revolutioniert. Softwaregesteuerte Prozesse, ergänzt mit Soll-Ist-Abgleich und -Korrektur in Echtzeit, lassen automatisiertes Schweißen in hoher und reproduzierbarer Qualität zu. In Industrie- und Gewerbebetrieben kommen Schweißroboter und Laser-Schweißverfahren zum Einsatz, welche von gut ausgebildeten Fachkräften gesteuert und überwacht werden.

Berufsaussichten

Der Beruf der Schweißerin bzw. des Schweißers ist eng mit herausfordernden und interessanten Arbeitsbedingungen sowie hervorragenden beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten verbunden. Entsprechend ihrem Einsatzbereich spezialisieren sich (zertifizierte) Schweißerinnen bzw. Schweißer auf bestimmte Schweißverfahren sowie bestimmte Werkstoffe, Schweißnahtarten und -ausführungen.

Qualifizierte Schweißerinnen und Schweißer genießen hohen sozialen Status und finden ein breites Angebot an Arbeitsmöglichkeiten und Einsatzbereichen vor. Sie führen verantwortungsvolle und hoch qualifizierte Tätigkeiten aus, denn Schweißkonstruktionen müssen hohen Sicherheitsanforderungen genügen. Sie werden daher auch gut bezahlt.

Bildungspfad Schweißaufsicht im Detail

Eine duale Lehrausbildung oder alternativ der Nachweis der erfolgreichen Ablegung von 4 Schweißerprüfungen in 4 unterschiedlichen Verfahren stehen für den Start in diesen Bildungspfad. Als Lehrberufe kommen Metallbearbeitung, Metalltechnik, Installations- und Gebäudetechnik oder Elektrotechnik in Frage. Parallel zur betrieblichen Lehre erlangen Lehrlinge in der Berufsschule theoretisches Fachwissen, Allgemeinbildung und Sprachkenntnisse. Der Einstieg in den Bildungspfad ist aber ebenso für Personen möglich, die zwar über keinen Lehrabschluss verfügen, aber nachweisen können, dass sie 4 unterschiedliche Schweißverfahren beherrschen.
Für Fachkräfte in den angeführten Lehrberufen bietet die Werkmeisterschule des WIFI den nächsten Qualifizierungsschritt. Werkmeisterinnen und Werkmeistern stehen die Ausbildungen zum International Welding Specialist bzw. in der österreichischen Entsprechung zum Schweißwerkmeister und darauf aufbauend zum International Welding Technologist (in Österreich: zur Schweißtechnikerin/zum Schweißtechniker) gemäß der Norm EN ISO 14731 offen. Wer nicht über die Qualifikation eines Werkmeisters verfügt, kann alternativ auch über die Basisausbildung International Welding Specialist (ISW0) die Schritte der Ausbildungen zum Schweißaufsichtspersonal beginnen.

Besonders begehrt sind in diesem Bildungspfad Eigenschaften wie diese: Fingerfertigkeit, Genauigkeit, handwerkliches Geschick, Konzentrationsfähigkeit, mathematische und technische Begabung, räumliche Vorstellungskraft, Verständnis für technische Konstruktionszeichnungen.

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad

Folgende Ausbildungen ermöglichen den Einstieg in den Bildungspfad Schweißaufsicht:

Fachkraft Metallbearbeitung

Sie arbeiten als Fachkraft in Unternehmen, die Metall be- und verarbeiten, in Schlossereien, Spenglereien oder Schmiedebetrieben.

Sie

  • bearbeiten Metall handwerksmäßig und maschinell,
  • montieren Einzelteile und Baugruppen,
  • wenden Arbeitstechniken wie Feilen, Bohren, Schweißen, Drehen, Wärmebehandeln und weitere an.

 

Fachkraft Metalltechnik

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Metalltechnik arbeiten Sie in Industrie- und Gewerbebetrieben beispielsweise in der Metallbe- und verarbeitung oder in Betrieben des Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen- oder Werkzeugbaus.

Sie

  • bearbeiten unterschiedliche Metalle mit Handwerkzeugen und computergesteuerten Anlagen,
  • stellen Maschinen, Maschinenteile, Werkzeuge, Stahlbauteile, Tore usw. her,
  • beherrschen Techniken wie beispielsweise Schmieden, Schweißen, Löten, Biegen, Feilen, Kleben oder Zerspanungstechniken.

 

Fachkraft Installations- und Gebäudetechnik

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Installations- und Gebäudetechnik können Sie in einer Vielzahl unterschiedlicher Betriebe arbeiten – die Auswahl an möglichen Lehrbetrieben umfasst Sanitär-/Heizungs- und Lüftungsinstallationsbetriebe, Gas- und Wasserversorgungsunternehmen, Betriebe des Baugewerbes und der Bauindustrie oder Betriebe der Haus- und Versorgungstechnik.

Sie

  • planen und montieren Lüftungs-, Heizungs-, Sanitär- und Wasserversorgungsanlagen,
  • sorgen für die Ableitung und Entsorgung von Abgasen und Abwässern,
  • installieren für die Anlagen erforderliche Zu- und Ableitungen,
  • montieren unterschiedliche Geräte wie Durchlauferhitzer, Warmwasserspeicher oder Heizungs- und Klimaanlagen,
  • beraten Kundinnen und Kunden über energiesparende Techniken.

 

Fachkraft Elektrotechnik

Als Fachkraft Elektrotechnik sind Sie in Industrie- und Gewerbebetrieben aller Branchen einsetzbar. Ihre Arbeitsorte reichen von Betrieben über Baustellen bis zu privaten Haushalten.

Sie

  • planen, montieren, installieren, warten und reparieren elektrische und elektronische Geräte und Anlagen,
  • suchen und beheben Fehler und Störungen an elektrotechnischen Systemen und
  • achten bei all ihren Arbeiten genau auf die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und Umweltstandards.

Als Schweißaufsichtsperson, die das Diplom des International Welding Specialist oder des Schweißwerkmeisters/Schweißwerkmeisterin erlangt hat, verfügen Sie über technische Basiskenntnisse. Sie sind beispielsweise als Fertigungsleiterin bzw. Fertigungsleiter oder Werksleiterin bzw. Werksleiter in Gewerbe und Industrieunternehmen tätig. Sie können aber auch selbstständig Gewerbebetriebe beraten.

Sie

  • sind zur Schweißaufsicht für die Planung, Ausführung, Beaufsichtigung und Prüfung von Schweißarbeiten innerhalb eines eingeschränkten technischen Bereiches, der nur einfache geschweißte Konstruktionen einschließt, berechtigt
  • unterstützen die Schweißtechnikerin bzw. den Schweißtechniker / International Welding Technologist bzw. die Schweißingenieurin/den Schweißingenieur bei der Erfüllung ihrer bzw. seiner Aufgaben und sind verantwortliche Schweißaufsicht in allen Bereichen, wo einfache geschweißte oder standardisierte Konstruktionen hergestellt werden.

Das Diplom des International Welding Technologist verleiht Ihnen die Berechtigung zur Schweißaufsicht mit speziellen technischen Kenntnissen.

Sie unterstützen die Schweißingenieurin/den Schweißingenieur bei der Erfüllung ihrer bzw. seiner Aufgaben und sind verantwortliche Schweißaufsicht in allen Bereichen, wo standardisierte Qualitätsanforderungen zu erfüllen sind.

[General.ScrollToPageTop_de-DE]