Qualitätsmanagement

Das Beste ist gerade gut genug

für einen Karriereweg im Qualitätsmanagement.

Der Faktor Qualität ist in allen Wirtschaftsbereichen, insbesondere in Dienstleistungs- und Produktionsbetrieben, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sind nicht nur fundierte Kenntnisse in modernen Arbeitstechnologien und Führungsmethoden unerlässlich, sondern ist auch Verständnis für eine nachhaltige, an den Kundenbedürfnissen orientierte Organisation der Geschäftsprozesse erforderlich.

Trends und Wandel in der Branche

Das Thema Qualitätsmanagement hat Mitte der 90ziger Jahre mit dem Schlagwort ISO 9000 seinen ersten Hype erfahren. Davor war es vielfach nur in der produzierenden Industrie relevant. Dort war es seit jeher für die Betriebe wesentlich, dass möglichst alle produzierten Teile/Werkstücke/Artikel mit gleicher Qualität produziert werden und möglichst geringe Stückzahlen Mängel oder Fehler aufweisen und somit Ausschuss sind. Heute sind ISO Zertifikate in den meisten Unternehmen (auch bei Dienstleistern wie in der Hotellerie und Gastronomie) bereits Standarddokumente, die den Kunden (oder Gästen) ein Qualitätslevel anzeigen.

Berufsaussichten

Qualitätsmanagerinnen und Qualitätsmanager stellen im Unternehmen zumeist eine direkt der Leitung zugeordnete Stabsstelle dar. In vielen Betrieben bearbeiten gar ganze Abteilungen das Thema Qualitätsmanagement, Qualitätshandbuch, qualitätsverbessernde Maßnahmen. Öffentliche Aufträge im In- und auch Ausland sind für die exportorientierte österreichische Wirtschaft nur mehr mit international anerkannten Qualitätssiegeln (ISO Zertifikate) erreichbar. Und auch neue Verordnungen wie z.B. die Produkthaftungsgesetze werden die Bedeutung des innerbetrieblichen Qualitätsmanagements in den kommenden Jahren noch einmal stärken.

Bildungspfad Qualitätsmanagement im Detail

Der Bildungspfad Qualitätsmanagement zeigt die durchgängige Entwicklung über mehrere Qualifikationsstufen bis hin zur externen Auditorin bzw. zum externen Auditor auf. Die einzelnen Abschlüsse auf diesem Weg sind Zusatzqualifikationen. Daher stehen sie allen offen, die sich in ihrem beruflichen Umfeld mit Aufgaben des Qualitätsmanagements beschäftigen. Stellvertretend für viele weitere Zugänge zu diesem Bildungspfad sind hier einerseits der Lehrabschluss und andererseits der Abschluss einer Schule oder Universität als Einstiegsmöglichkeiten angeführt.
Die einzelnen Qualifikationen für das Qualitätsmanagement von der/dem Qualitätsbeauftragten bis zur externen Auditorin bzw. dem externen Auditor bauen aufeinander auf. Jede dieser Ausbildungen wird mit einer Zertifizierung beendet.
Die Zertifizierung erfolgt in Form einer schriftlichen Prüfung, einer Projektarbeit und eines Fachgespräches, entsprechend den Anforderungen der EN ISO/IEC 17024. Die Zertifizierung wird durch die akkreditierte Zertifizierungsstelle des WIFI durchgeführt.
Personenzertifikate haben in der Wirtschaft einen hohen Stellenwert, da deren Gültigkeit auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist und nur durch Rezertifizierung (Auffrischung der Fachkenntnisse) verlängert werden kann. Dies signalisiert, dass das erworbene Wissen durch permanente Aktualisierung und auch Überprüfung immer den aktuellen Stand der Technik beinhaltet.

Mit diesen Eigenschaften punkten Sie in diesem Bildungspfad: Flexibilität, Einsatzfreude, Verantwortungsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit.

 

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad

 

Folgende Einstiegsmöglichkeiten eröffnen sich für eine Karriere im Qualitätsmanagement:

Als Fachkraft mit Lehrabschluss kann der erlernte Beruf in allen Arten von Unternehmen, öffentlichen Institutionen oder Organisationen ausgeübt werden.

Die Lehre bietet eine solide Berufsausbildung. Es gibt rund 220 anerkannte Lehrberufe in folgenden Lehrberufsgruppen: Bau und Gebäudeservice; Büro, Verwaltung, Organisation; Chemie und Kunststoff; Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnologie; Gesundheit und Körperpflege; Handel; Holz, Glas, Ton; Kunst und Kunsthandwerk; Lebens- und Genussmittel; Metalltechnik und Maschinenbau; Mediengestaltung und Fotografie; Papiererzeugung, Papierverarbeitung, Druck; Textil, Mode, Leder; Tiere und Pflanzen; Tourismus und Gastronomie; Transport und Lager.

Als Qualitätsbeauftragte/r kennen Sie die Prinzipien, Methoden und Verfahren des Qualitätsmanagements entsprechend den Belangen Ihres Unternehmens. Sie beraten die oberste Leitung bzw. die Managementebene des Unternehmens bei der Aufrechterhaltung und kontinuierlichen Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems.

Sie

  • können die Normanforderungen der ISO 9001 für die gesamte Organisation definieren und umsetzen
  • tragen und gestalten die Qualitätspolitik Ihrer Organisation mit
  • erkennen notwendige Anpassungen der Prozesse und des Qualitätsmanagement-Systems,
  • verwenden QM-Werkzeuge und QM-Methoden zur kontinuierlichen Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems,
  • erstellen qualitätsrelevante Arbeits- und Prozessanweisungen,
  • analysieren Datenmaterial und leiten Verbesserungspotenziale ab,
  • stellen die Umsetzung von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen sicher,
  • bereiten den Management-Review vor und leiten die kontinuierliche Verbesserung,
  • erstellen Auditberichte und verfolgen deren Maßnahmenumsetzung.

Als Qualitätsmanager/in verfügen Sie über das Wissen zu Prinzipien, Methoden und Verfahren des Qualitätsmanagements, und Sie setzen die relevanten Anforderungen diverser Normen bzw. ein Qualitätsmodell unternehmensspezifisch um.

Sie

  • tragen und gestalten die Qualitätspolitik Ihrer Organisation mit,
  • arbeiten mit den Linienverantwortlichen zusammen,
  • interpretieren Normforderungen der ISO 9001,
  • entwickeln mit den Führungskräften Ziele und bewerten die Erreichung,
  • erkennen notwendige Anpassungen der Prozesse und des Qualitätsmanagement-Systems,
  • verwenden QM-Werkzeuge und QM-Methoden zur kontinuierlichen Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems,
  • erstellen qualitätsrelevanten Arbeits- und Prozessanweisungen,
  • analysieren Datenmaterial und leiten Verbesserungspotenziale ab,
  • stellen die Umsetzung von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen sicher,
  • bereiten den Management-Review vor und leiten die kontinuierliche Verbesserung ein,
  • setzen mit den Abteilungen Maßnahmen auf Basis von festgestellten Abweichungen in Audits um,
  • stellen den Zusammenhang der Qualitätsziele mit den strategischen Zielen der Organisation sicher.

Als Interne Auditorin bzw. Interner Auditor besitzen Sie das Methodenwissen sowie das psychologische Hintergrundwissen für die Durchführung von prozessorientierten Internen Audits. Sie sind in der Lage, Interne Audits für Qualität, Umwelt und Arbeits- und Gesundheitsschutz im eigenen Unternehmen selbstständig durchzuführen, die Ergebnisse zu erfassen sowie die Maßnahmen zu verfolgen.

Sie

  • können eigenständig Audits für die gesamte Organisation durchführen,
  • bewerten die Einhaltung von Normanforderungen und internen Anforderungen,
  • erkennen notwendige Anpassungen der Prozesse und des Management-Systems,
  • analysieren Datenmaterial im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung von Audits und leiten Verbesserungspotenziale ab,
  • stellen die Umsetzung von Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen sicher,
  • erstellen den Auditbericht und verfolgen die Umsetzung der daraus resultierenden Maßnahmen.

Als Externe/r Auditor/in planen und absolvieren Sie prozessorientierte Externe Audits und bearbeiten diese nach. Als externe Audits bezeichnet man Audits, die durch organisationsfremde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt werden. Dies können zum Beispiel Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter einer Zertifizierungsgesellschaft sein.

Sie

  • führen interne und externe Audits in Vorbereitung auf Zertifizierungsaudits durch und setzten Akkreditierungsvorgaben um,
  • arbeiten mit den Systembeauftragten zusammen und führen die externen Audits in Vertretung der Zertifizierungsgesellschaft durch,
  • informieren über die Wirksamkeit des Managementsystems, indem Sie konkrete Abweichungen aus dem externen Audit aussprechen,
  • dokumentieren Auditfeststellungen,
  • erstellen Auditpläne,
  • analysieren Datenmaterial im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung von Audits und leiten Verbesserungspotenziale ab,
  • erstellen den Auditbericht und treffen die Entscheidung, ob die Organisation das Erst- oder Überwachungsaudit positiv bestanden hat.
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