Mechatronik Werkmeister

Werden Sie zu unverzichtbaren Fachkraft im Berufsfeld Mechatronik!

Der Begriff Mechatronik setzt sich aus den Begriffen Mechanik und Elektronik zusammen und bezeichnet alle technischen Systeme, die in Maschinen bzw. Geräten eine Verbindung zwischen programmierbaren elektronischen Steuer- und Kontrollelementen und mechanischen Teilen herstellen. Mechatronische Systeme spielen im heutigen Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau eine grundlegende Rolle. Nach heutigem Verständnis – vor allem in Europa – beinhaltet der Begriff zusätzlich auch die Informatik.

Trends und Wandel in der Branche

Die digitale Vernetzung wird entscheidend zum zukünftigen Erfolg der Industrie- und Gewerbebetriebe beitragen und eröffnet enorme Wachstumsmöglichkeiten im Bereich Automatisierungslösungen. Dank des Know-Hows der österreichischen Unternehmen sind die technologisch und qualitativ hochwertigen Produkte „Made in Austria“ weltweit gefragt. Laut einer aktuellen Studie werden bis 2020 jährlich allein in Österreich rund fünf Milliarden Euro in digitale Lösungen in der Industrie investiert. Die internationalen Wachstumschancen durch die zunehmende Digitalisierung sind enorm.

Berufsaussichten

Die mit der zunehmenden Digitalisierung verbunden Anpassungen erfordern auch im Segment der Mechatronik immer mehr gut ausgebildete und professionell arbeitende Fachkräfte. Die Mechatronik findet sich bereits jetzt unter den zehn beliebtesten Lehrberufen aller männlichen Lehrlinge in Österreich. Besonders gefragt sind Mechatroniker beispielsweise in den Bereichen Maschinen- und Apparatebau, Elektrotechnik und Elektronik, Fahrzeugtechnik oder Industrieanlagenbau.
Die Verdienstmöglichkeiten für ausgebildete Facharbeiterinnen und Facharbeiter in der Mechatronik liegen deutlich über dem Durchschnitt von Lehrabsolventinnen und Lehrabsolventen in Österreich. Wer eine Fachkarriere in der Mechatronik durchläuft, kann außerdem sehr rasch eine deutliche Einkommenssteigerung erzielen. Denn berufliche Qualifikationen in der Mechatronik werden von Unternehmen klar honoriert. Besonders gefragt ist hier die Qualifikation einer Werkmeisterin/eines Werkmeisters. Denn in Industrie- und Gewerbebetrieben haben sie oft Schlüsselpositionen inne und nehmen neben ihrer technischen Expertise auch Managementaufgaben wahr.

Bildungspfad Mechatronik Werkmeister im Detail

Der Bildungspfad Mechatronik - Werkmeister zeigt den Ausbildungsweg vom Lehrling in der Mechatronik bis zur Qualifikation der Werkmeisterin bzw. des Werkmeisters in Industrie- und Gewerbebetrieben.
Der Einstieg erfolgt über die duale Lehrausbildung im Modullehrberuf Mechatronik. In diesem Lehrberuf stehen nach dem verpflichtenden Grundmodul Mechatronik (Dauer: 2 Jahre) die folgenden 6 Hauptmodule zur Wahl: Automatisierungstechnik, Elektromaschinentechnik, Fertigungstechnik, Büro- und EDV-Systemtechnik, Alternative Antriebstechnik und Medizingerätetechnik. Die Ausbildungszeit in einem Hauptmodul beträgt jeweils 1 ½ Jahre. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu einer weiteren Spezialisierung in Robotik oder SPS-Technik, die die Lehrzeit um ein halbes Jahr verlängert. Damit stehen Lehrlingen je nach persönlicher Neigung und beruflicher Ausrichtung unterschiedliche attraktive Ausbildungsoptionen offen.
Nach erfolgreicher Lehrabschlussprüfung wird der Lehrling zur Facharbeiterin bzw. zum Facharbeiter. In der obigen Darstellung ist diese Qualifikationsbezeichnung aus Gründen der Übersichtlichkeit mit „Fachkraft“ angegeben.
Fachkräfte, die eine leitende Position in Industrie- und Gewerbebetrieben anstreben, können berufsbegleitend, beispielsweise am WIFI, eine Werkmeisterschule besuchen und so einen Abschluss als Werkmeister erlangen. Werkmeisterinnen und Werkmeister bringen die idealen Voraussetzungen mit, um in der mittleren Führungsebene in Industrie- und Gewerbebetrieben verantwortungsvolle Positionen zu übernehmen.

Voraussetzungen, die Sie für diesen Bildungspfad mitbringen sollten: Flexibilität, Einsatzfreude, Verantwortungsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit, technisches und naturwissenschaftliches Verständnis, Fingerfertigkeit und Handgeschicklichkeit, logisches und analytisches Denken und die Bereitschaft, sich laufend weiterzubilden.

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad

Ihr Einstieg in den Bildungspfad Mechatronik-Werkmeister erfolgt nach einer Bildungsberatung über eine Lehrausbildung:

Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit Lehrabschluss Mechatronik arbeiten gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen sowie mit weiteren Fachkräften aus den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und Maschinenbau in der Fertigung. Bei Montagen arbeiten sie an wechselnden Arbeitsorten direkt bei ihren Kunden.

Sie sind für folgende Aufgaben qualifiziert:              

  • Konfigurieren, Errichten, Inbetriebnehmen, Prüfen und Dokumentieren von Automatisierungssystemen für mechatronische Anlagen sowie von Bauteilen und Baugruppen der Steuerungs- und Regelungstechnik, von mechatronischen Maschinen und Geräten sowie von Bauteilen und Baugruppen der Pneumatik und Hydraulik,
  • systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an den Automatisierungssystemen der mechatronischen Anlagen,
  • Instandhalten und Warten von Automatisierungssystemen von mechatronischen Anlagen,
  • Durchführen von Änderungen, Anpassungen und Erweiterungen an den Automatisierungssystemen von mechatronischen Anlagen.

Als Werkmeisterin bzw. Werkmeister im Bereich Mechatronik qualifizieren Sie sich für mittlere Führungsebenen in Industrie- und Gewerbebetrieben.

Sie

  • können Meistertätigkeiten in der Fertigung, -oder in der Qualitätssicherung wahrnehmen,
  • arbeiten in der Planung, Konstruktion, Kalkulation, Herstellung und Erhaltung, im Betrieb und in der Wartung von mechatronischen Anlagen,
  • dokumentieren planende und ausführende Tätigkeiten mit einschlägiger Software
  • wählen Betriebseinrichtungen aus und stellen deren Wartung und Instandhaltung sicher,
  • sind berechtigt, Lehrlinge auszubilden.
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