Elektrotechnik/Elektronik

Entwickeln Sie Ihre Karriere im dynamischen Berufsfeld der Elektrotechnik!

Elektrotechnik und Elektronik stehen für Schlüsseltechnologien, die für die Digitalisierung aller Industriezweige notwendig sind. Denn die Modernisierung und Weiterentwicklung der Infrastruktur in Telekommunikation, Verkehr oder Energie hängt wesentlich von diesen Technologien ab. Viele österreichische Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie sind Weltmarktführer, die Exportquote des Industriezweiges liegt bei über 80%.

Neben diesen Industrie-Anbietern besteht eine Vielzahl an Elektrotechnik-Betrieben des österreichischen Gewerbes. Sie sind in Planung, Installation, Inbetriebnahme, Wartung, Prüfung, Messung, Überprüfung, Reparatur und Instandsetzung von elektrischen Anlagen, Kommunikations- und Alarmanlagen, Photovoltaiksystemen, Windkraftanlagen, Gebäudeautomation und dergleichen tätig.

Trends und Wandel in der Branche

Der Elektro- und Elektroniksektor ist unglaublich dynamisch und hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt: von einer Branche, die auf die Produktion von Gütern ausgerichtet ist, hin zu einem Anbieter von Produkten in Verbindung mit hoch spezialisierten Dienstleistungen. Die Branche ist auch die forschungsintensivste aller Industriezweige - zukunftsweisende Technologien der Elektro- und Elektronikindustrie ermöglichen beispielsweise selbstnavigierende Autos, E-Mobilität, das Internet of Things, autonome Transportsysteme, Lösungen zur Optimierung der Energieeffizienz, digitale Assistenzsysteme oder Steuerungen für Industriesysteme und smart Homes, die mittels sogenannter electronic-based Systems gesteuert werden.
Neben der großen Dynamik zeichnet sich der Elektro- und Elektronikbereich auch durch einen hohen Internationalisierungsgrad aus – österreichische Unternehmen zählen zu den Vorreitern auf dem Weltmarkt in vielen Schlüsseltechnologien.
Treiber ist zweifellos auch hier die Digitalisierung, die einerseits neue Märkte öffnet, andererseits den Industrie- und Gewerbeunternehmen vielfältige Entwicklungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten bietet.

Berufsaussichten

Durch die Vorreiterrolle österreichischer Unternehmen bei vielen Schlüsseltechnologien, die starke Position auf vielen Weltmärkten und die noch auf Jahre anhaltende zunehmende Digitalisierung bietet die Branche krisensichere Positionen mit hohem Entwicklungspotenzial. Daher werden mehr Fachkräfte als je zuvor gesucht.
Wer bereit ist, sich laufend weiter zu entwickeln, um mit dem rasant fortschreitenden Stand der Technik mitzuhalten, kann interessante und sehr gut dotierte Fachkarrieren durchlaufen. Denn auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Automatisierung bleibt die menschliche Intelligenz zentraler Faktor – Menschen sind weiterhin unersetzbar, die Tätigkeiten, die sie übernehmen, werden laufend komplexer.
Laut Branchenexpertinnen und –experten sind die Berufsaussichten besonders für jene ausgezeichnet, die folgende Eigenschaften mitbringen: Kreativität, naturwissenschaftliches Verständnis und die Bereitschaft, multinational zu arbeiten.

Bildungspfad Elektrotechnik/Elektronik im Detail

Die duale Lehrausbildung bietet einen guten Start in diesen zukunftsträchtigen Bildungspfad. Mehrere Modullehrberufe kommen dafür in Frage: Elektronik, Elektrotechnik, und die Ausrichtungen Automatisierungstechnik, Elektromaschinentechnik und Büro- und EDV-Systemtechnik im Modullehrberuf Mechatronik. Die Lehrausbildung dauert je nach Spezialisierung 3 1/2 bis 4 Jahre und schließt mit der Lehrabschlussprüfung ab. Die WIFIs bieten optionale Vorbereitungskurse auf diese Abschlussprüfungen in den genannten Berufen an. Nach erfolgreichem Lehrabschluss hat man als Fachkraft die Möglichkeit, sich zunächst im Unternehmen weiter zu entwickeln.
Fachkräfte mit einschlägiger Berufspraxis können eine 2-jährige Werkmeisterschule für Elektrotechnik absolvieren. Mit Abschluss der Werkmeisterschule und dem Werkmeisterbrief sind interessante Berechtigungen in Hinblick auf weitere Qualifikationen verbunden: Werkmeister können in das 3. Semester einer HTBL für Berufstätige der jeweiligen Fachrichtung einsteigen. Außerdem ersetzt die Werkmeisterprüfung vollinhaltlich die Fachprüfung im Rahmen der Berufsreifeprüfung.
Alternativ zum Besuch einer Werkmeisterschule bietet sich auch die Möglichkeit, sich auf die Meisterprüfung bzw. die Befähigungsprüfung vorzubereiten. So können Fachkräfte beispielsweise die Meisterprüfung für Mechatroniker für Elektromaschinenbau- und Automatisierungstechnik oder die Befähigungsprüfung für Elektrotechnik ablegen.
Eine weitere wesentliche Einstiegsmöglichkeit in diesen Bildungspfad ist der Abschluss einer 5-jährigen HTL. Absolventinnen und Absolventen von HTLs bringen besonders gute Voraussetzungen für eine Fachkarriere in der Elektro- und Elektronikindustrie oder in Elektrotechnik- oder Mechatronik-Gewerbebetrieben mit. Wer eine HTL absolviert hat, kann sich darüber hinaus ohne weitere Prüfungen für einen Studienplatz an einer technischen Hochschule bewerben.

Aber auch Personen mit beruflicher Qualifikation wie zB einem Lehrabschluss können an einer technischen Fachhochschule ein Bachelor-Studium beginnen. Allerdings müssen sie dafür eine Qualifikationsprüfung ablegen. Hier bietet sich beispielsweise das BA-Studium Elektronik und Wirtschaft an der FH Technikum an. Absolventinnen und Absolventen führen den akademischen Grad „Bachelor of Science“ (BSc) und absolvieren aufbauend darauf üblicherweise ein Masterstudium, das mit dem Grad „Master of Science“ (MSc) abschließt. An der FH Technikum kommt hier beispielsweise das MA-Studium Industrielle Elektronik in Frage.

Mit diesen Eigenschaften sind Sie für den Bildungspfad besonders geeignet: Flexibilität, Einsatzfreude, Verantwortungsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit, Durchsetzungsvermögen, kundengerechte Kommunikationsstärke, Teamfähigkeit, technisches Verständnis, strukturierte Vorgehensweise, Genauigkeit und Zuverlässigkeit, Lesen und Anwenden von technischen Zeichnungen bzw. Anleitungen – auch mit rechnergestützten Systemen, Kreativität, Bereitschaft, multinational zu arbeiten.

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad 

 

Ein möglicher Einstieg in diesen Bildungspfad erfolgt über die duale Lehrausbildung in einem der folgenden Lehrberufe:

Als Fachkraft mit Lehrabschluss in der Elektrotechnik oder Elektronik arbeiten Sie in Industrie- und Gewerbebetrieben, in Forschungs- und Entwicklungslabors direkt an und mit Laborgeräten oder bei Montagearbeiten direkt beim Kunden.

Sie können

  • mit elektrotechnischen und elektronischen Bauteilen arbeiten
  • diese in Maschinen, Anlagen, Gebäude und Fahrzeuge einbauen
  • mit Schaltplänen umgehen
  • für die Instandhaltung und Wartung elektrotechnischer und elektronischer Bauteile und Anlagen sorgen
  • elektrotechnische Anlagen der Photovoltaik, Installations-, Beleuchtungs- und Antennentechnik, Telekommunikation, Gebäudeautomation, Gefahrenmeldung oder des Blitzschutzes errichten und in Betrieb nehmen
  • Fehler und Störungen an den genannten elektrotechnischen Anlagen suchen und beheben.

Als Fachkraft mit Lehrabschluss in der Mechatronik arbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen sowie mit weiteren Fachkräften aus den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und Maschinenbau in der Fertigung. Bei Montagen arbeiten Sie an wechselnden Arbeitsorten direkt bei ihren Kunden.

Sie sind für folgende Aufgaben qualifiziert:         

  • Errichten, Konfigurieren, Inbetriebnehmen, Prüfen und Dokumentieren von Automatisierungssystemen für mechatronische Anlagen,
  • Errichten, Inbetriebnehmen und Prüfen von Einrichtungen, von Bauteilen und Baugruppen der Steuerungs- und Regelungstechnik, von Bussystemen, von mechatronischen Maschinen und Geräten sowie von Bauteilen und Baugruppen der Pneumatik und Hydraulik,
  • systematisches Aufsuchen, Eingrenzen und Beseitigen von Fehlern, Mängeln und Störungen an den Automatisierungssystemen der mechatronischen Anlagen,
  • Instandhalten und Warten von Automatisierungssystemen von mechatronischen Anlagen,
  • Durchführen von Änderungen, Anpassungen und Erweiterungen an den Automatisierungssystemen von mechatronischen Anlagen,
  • Ausführen der Arbeiten unter Berücksichtigung der einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards.

Als Werkmeisterin/Werkmeister oder Meisterin/Meister im Bereich Elektronik, Elektrotechnik oder Mechatronik qualifizieren Sie sich für mittlere und höhere Führungsebenen in Industrie- und Gewerbebetrieben.

Sie

  • können Meistertätigkeiten im Betrieb, in der technischen Administration oder in der Qualitätssicherung wahrnehmen,
  • arbeiten in der Planung, Konstruktion, Kalkulation, Herstellung und Erhaltung, im Betrieb und in der Wartung von mechatronischen Anlagen,
  • dokumentieren planende und ausführende Tätigkeiten mit einschlägiger Software
  • wählen Betriebseinrichtungen aus und stellen deren Wartung und Instandhaltung sicher,
  • sind berechtigt, Lehrlinge auszubilden,
  • können einschlägige Normen und Vorschriften über Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz anwenden.
  • sind als Absolvent einer Meister- oder Befähigungsprüfung berechtigt, selbständig einen entsprechenden Betrieb zu führen.

Als Absolventin bzw. Absolvent des Bachelor Studiengangs Elektronik und Wirtschaft finden Sie interessante Berufsaussichten beispielsweise in folgenden Branchen vor: Haushaltsgeräte- und Gebäudetechnik, Verkehrstechnik, Industrieautomation, Gesundheitstechnik, Verfahrenstechnik, Kommunikations- oder Halbleiterindustrie.

Sie sind qualifiziert, in diesen Branchen Projektleitungsfunktionen zu übernehmen, Positionen im mittleren und höheren Management anzustreben oder sich selbständig zu machen. Sie arbeiten üblicherweise in folgenden Bereichen: 

  • Automatisierungstechnik,
  • Energieelektronik,
  • Embedded Systems
  • Softwareentwicklung
  • Consulting

Als Absolventin bzw. Absolvent des Master-Studiengangs Industrielle Elektronik sind Sie am Arbeitsmarkt sehr gefragt. Sie sind beispielsweise für die Branchen Regelungs- und Automatisierungstechnik, Industrielle Elektronik, Sensorik, Antriebstechnik, Energieversorgung oder Hochspannungstechnik ausgebildet. Dort können Sie gehobene Positionen in folgenden Bereichen bekleiden:

  • Elektronikentwicklung
  • Applikationsentwicklung
  • Messtechnik
  • Energietechnik
  • Mechatronik für Elektromaschinenbau und Automatisierung
  • Fertigung
  • Leiterplattendesign.

Typische Aufgaben umfassen u.a.

  • die Entwicklung von elektronischen Geräten oder Schaltkreisen
  • die Organisation und Leitung von Instandhaltung und Reparatur bestehender elektronischer Systeme
  • die Entwicklung von Spezifikationen für die Produktion
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