Mediation

Im Konflikt vermitteln – als Mediator/in können Sie das!

Ob im beruflichen oder privaten Bereich – Konflikte gehören zum Leben. Manchmal gelingt es den Konfliktparteien aber nicht, sich zu einigen. Der Weg zum Gericht kostet Geld und Nerven, und der Konflikt wird dadurch oft noch verschärft. Die Alternative kann eine Mediation sein – dabei vermittelt eine neutrale, dritte Person zwischen den Konfliktparteien und hilft ihnen dabei, eine tragfähige, einvernehmliche Lösung zu erarbeiten.

Trends und Wandel in der Branche

Mediation wird in Österreich seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten zur Konfliktlösung angewendet. Mediatorinnen und Mediatoren vermitteln in familiären, wirtschaftlichen und öffentlichen Konflikten. Die Ausbildung ist in der Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung geregelt. Das Gesetz definiert Mediation in §1 Abs. 1 ZivMediatG als „eine auf Freiwilligkeit der Parteien beruhende Tätigkeit, bei der ein fachlich ausgebildeter, neutraler Vermittler (Mediator) mit anerkannten Methoden die Kommunikation zwischen den Parteien systematisch mit dem Ziel fördert, eine von den Parteien selbst verantwortete Lösung ihres Konfliktes zu ermöglichen“. Mediation gewinnt immer stärker an Bedeutung, da gerichtliche Lösungen lange dauern und oft sehr kostspielig sind.

Berufsaussichten

Mediatorinnen und Mediatoren sind im Hauptberuf oft als Juristinnen und Juristen, Psychologinnen und Psychologen, Lebensberaterinnen und -berater, Lehrerinnen und Lehrer oder Personalberaterinnen und -berater tätig, die mit dieser Ausbildung Konflikte in ihrem beruflichen Umfeld lösen können. Aber auch Personen mit einer anderen Berufsausbildung können Mediatorin bzw. Mediator werden. Je nach Vorqualifikation sind unterschiedlich umfangreiche Ausbildungen zur Mediatorin/zum Mediator notwendig. Wer diese absolviert hat, kann sich in die Liste der Zivilrechtsmediatoren eintragen lassen.

Die Berufsaussichten für eingetragene Mediatorinnen und Mediatoren sind sehr gut, weil diese Form der Konfliktlösung sich immer mehr durchsetzt. Die Einsatzgebiete sind vielfältig und reichen von Familienangelegenheiten, Scheidungen und Erbschaftsstreitigkeiten über Miet- und Nachbarschafsstreitigkeiten, Probleme in der Schule oder am Arbeitsplatz bis hin zu Umwelt- oder interkulturellen Konflikten und Konflikten mit öffentlichen Institutionen.

Bildungspfad Mediation im Detail

Der Bildungspfad Mediation zeigt den Ausbildungsweg zum Professional Master of Mediation auf. Die Basis bildet eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung. Der erfolgreiche Abschluss des Diplomlehrgangs Mediation berechtigt Absolventinnen und Absolventen mit juristischem oder wirtschaftlichem Quellberuf zur Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren, die vom Bundesministerium für Justiz geführt wird.

Mit Abschluss des Aufbaulehrgangs sind auch Absolventinnen und Absolventen ohne juristischen oder wirtschaftlichen Quellberuf zur Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren berechtigt und können so selbständig als Mediatorinnen bzw. Mediatoren tätig werden – entweder über den Gewerbeschein für Unternehmensberatung oder Lebens- und Sozialberatung eingeschränkt auf Mediation.

Personen mit psychosozialem Quellberuf wie beispielsweise Psychotherapie, klinische Psychologie oder Gesundheitspsychologie können bereits nach Absolvieren von 3 Modulen des Aufbaulehrgangs um Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren ansuchen.

Personen verschiedener Berufe mit psychosozialer Ausbildung oder beratenden Aufgaben im wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich, Absolventinnen und Absolventen von Universitäten oder Fachhochschulen und Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik haben in weiterer Folge die Möglichkeit, an einem WIFI den zweijährigen Universitätslehrgang Mediation und Konfliktmanagement der Johannes Kepler Universität Linz zu besuchen und mit dem akademischen Titel „Professional Master of Mediation“ abzuschließen.

Eingetragene Mediatorinnen und Mediatoren können eine verkürzte Variante des Universitätslehrgangs besuchen und so bereits nach 2 Semestern den akademischen Grad „Professional Master of Mediation“ erlangen.

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad

Diese Ausbildungen bringen Sie Schritt für Schritt näher an Ihr Ziel:

Als Absolventin bzw. Absolvent des Diplomlehrgangs Mediation beherrschen Sie den Ablauf und die Stufen der Mediation ebenso wie Kommunikationstechniken, Selbsterfahrung, Konfliktanalyse und systemisches Denken.

Sie

  • können Ihre eigenen Verhaltensmuster in Konflikten erkennen und verändern,
  • setzen unterschiedliche Methoden ein, um Konflikte zu erkennen, zu analysieren und Lösungsstrategien gemeinsam mit den Konfliktparteien zu erarbeiten,
  • leiten Konfliktlösungen an und führen diese durch,
  • können mit unterschiedlichen Dialoggruppen wie Konfliktparteien, juristischen Vertreterinnen und Vertretern oder Entscheiderinnen und Entscheidern in Unternehmen passend kommunizieren.

Der Diplomlehrgang Mediation berechtigt Absolventinnen und Absolventen mit juristischem oder wirtschaftlichem Quellberuf zur Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren.

Als Absolventin bzw. Absolvent des Aufbaulehrgangs Mediation erweitern Sie Ihre Kompetenzen um unterschiedliche Anwendungsfelder der Mediation wie Schulmediation, Familienmediation oder interkulturelle Mediation.

Sie

  • erwerben die fehlenden Stunden für die Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren, wenn Sie aus keinem wirtschaftlichen oder juristischen Quellberuf kommen,
  • erwerben Fortbildungsstunden für eingetragene Mediatorinnen und Mediatoren nach dem Zivilrechtsmediationsgesetz,
  • erweitern Ihren Werkzeugkasten mit zusätzlichen Methoden,
  • vertiefen einzelne Spezialgebiete,
  • erschließen weitere Anwendungsfelder und erweitern so Ihr Angebot.

Mit Abschluss des Aufbaulehrgangs sind Absolventinnen und Absolventen auch ohne wirtschaftlichen oder juristischen Quellberuf zur Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren berechtigt.

Als Absolventin bzw. Absolvent des Lehrgangs Mediation und Konfliktmanagement verfügen Sie über ein breites Spektrum von wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Werkzeugen.

Sie

  • erkennen und analysieren frühzeitig Konfliktsituationen,
  • gehen professionell mit differenzierten Konfliktsituationen und deren Wandlung um,
  • wenden die Grundlagen und Instrumente der Mediation in der Praxis kompetent an,
  • nutzen Mediation und Konfliktmanagementsysteme für die eigenen beruflichen Anwendungsfelder,
  • beherrschen die Grundhaltungen professionellen und effektiven Vorgehens und Verhaltens in komplexen Handlungsfeldern,
  • setzen mediatives Handeln beruflich und privat gewinnbringend ein,
  • sind in Ihrer persönlichen Konfliktlösungskompetenz gestärkt,
  • setzen mediative Techniken in Führungs- und Leitungspositionen um,
  • managen Organisationen im Bereich Konfliktprävention erfolgreich.
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