DaF/DaZ Trainer*in

Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache unterrichten

DaF steht für Deutsch als Fremdsprache, DaZ für Deutsch als Zweitsprache. Mit 100 Millionen Personen, die Deutsch als Muttersprache habe, ist Deutsch die meistgesprochene Sprache in Europa. 2015 gab es nach einer aktuellen Erhebung des Goethe-Instituts weltweit rund 15,4 Millionen Deutschlernende. Wenn Sie gerne Lernende begleiten und Ihre Sprachbeherrschung des Deutschen weitergeben möchten, ist dieser Bildungspfad besonders interessant für Sie.

Trends & Wandel in der Branche

Seit 2011 sind Personen aus Drittstaaten verpflichtet, Deutsch zu lernen, bevor sie eine Aufenthaltsbewilligung erhalten. Für einen längeren Aufenthalt müssen sie Deutschkenntnisse auf höherem Niveau nachweisen. Außerdem ist Österreich Zielland für viele Flüchtlinge aus Krisengebieten. Um sich wohl zu fühlen und gut integrieren zu können, brauchen diese Menschen gute Deutschkenntnisse.
Dem Trend der Zeit entsprechend sind Formate des Online Trainings und Blended Learning Angebote auch für DaF/DaZ Trainings wichtige neue Geschäftsfelder.

Berufsaussichten

Engagierte und didaktisch versierte Trainer*innen, die einen interessanten, anregenden und zielfokussierten Unterricht für Deutschlernende gestalten, finden ihr Betätigungsfeld in der Erwachsenenbildung, in Sprachinstituten im In- und Ausland aber auch als selbstständige Trainer*innen.

Als Trainer*in für Deutschlernende ist ein weltoffener, interkultureller Zugang unumgänglich. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

 

Bildungspfad DaF/DaZ Trainer*in im Detail

Der Bildungspfad zeigt Ihren Weg zum/zur DaF/DaZ-Trainer*in. Die dafür notwendige Ausbildung in Form eines Diplom-Lehrgangs, beispielsweise am WIFI, können Sie sowohl als Lehrende*r als auch als Sprachinteressierte*r noch ohne Unterrichtserfahrung beginnen, wenn Sie folgende Zugangsvoraussetzungen erfüllen:

  • Berechtigung zum Studium an einer Hochschule (Reifeprüfung)
  • Deutsch als Muttersprache oder Deutschkenntnisse mindestens auf Sprachlevel C1 – das Zertifikat zu Ihrem Sprachlevel darf dabei nicht älter als 3 Jahre sein.

Neben Ihrer Ausbildung absolvieren Sie auch ein Praktikum in Ihrem neuen Betätigungsfeld und erstellen eine Projektarbeit. Sie schließen die Ausbildung mit einer Prüfung ab, die Sie dazu berechtigt, Deutsch als Zweit- oder als Fremdsprache zu unterrichten.

Um in Integrationskursen nach § 2 Abs. 2 der Integrationsvereinbarungs- Verordnung (IV-V 2017, gültig seit 01.10.2017) unterrichten zu können, müssen Sie auch noch weitere Qualifikationsvoraussetzungen erfüllen, die in der Verordnung der Bundesministerin für Frauen und Integration zur Durchführung des Integrationsgesetzes (Integrationsgesetz-Durchführungsverordnung – IntG-DV) BGBl. II Nr. 286/2019 idgF geregelt sind. Zertifizierungen als Vortragende und Prüfende gemäß der angeführten Integrationsvereinbarungs-Verordnung erteilen der ÖIF (Österreichischer Integrationsfonds) und der ÖSD (Verein Österreichisches Sprachdiplom Deutsch).

Zu den Nachweisen für die genannten Zertifizierungen zählen Nachweise der fachlichen Eignung wie einschlägige Universitätsstudien in Verbindung mit nachgewiesener Unterrichtspraxis in einem festgelegten Mindestausmaß von Unterrichtseinheiten oder, wenn kein Studienabschluss vorliegt, entsprechend umfangreichere Unterrichtserfahrung und weitere Anforderungen. Die genauen Bestimmungen entnehmen Sie bitte den angeführten Links zu den beiden genannten Einrichtungen.

Eigenschaften

  • Freude am Umgang mit Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen
  • Einfühlungsvermögen und interkulturelle Sensibilität
  • hohe Eigenorganisation und Einsatzbereitschaft
  • Kreativität, Flexibilität
  • Didaktische Fähigkeiten

 Ihr Start in den Bildungspfad

Ihr Start in den Bildungspfad

Diese Ausbildungen bringen Sie Schritt für Schritt näher an Ihr Ziel:

 

Sie können 

  • Lernziele formulieren und die notwendigen Schritte zur Erreichung dieser Ziele bestimmen, 
  • Lernprozesses gestalten und an die Lernenden anpassen,
  • Lernresultate beobachten, auswerten, beurteilen und daraus Konsequenzen für den weiteren Unterricht ziehen,
  • erkennen, wie Lernfähigkeit und Lernbereitschaft von sozialen und persönlichen Prägungen und Umständen beeinflusst sind und wie Sie darauf reagieren können,
  • kulturelle, kognitive und sprachliche Voraussetzungen der Lernenden bei der Planung und Durchführung des Unterrichts berücksichtigen,
  • die grundsätzliche Eigenständigkeit von Lernenden respektieren und die kulturelle Geprägtheit des Lehrens und Lernens
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