Food Design

Essen verdient Ihre volle Aufmerksamkeit.

Als Food Designer/in kreativ, innovativ und nachhaltig Nahrung gestalten.

Essen ist mehr als ein Grundbedürfnis zu stillen. Essen ist Anschauungssache – und das nicht nur in visueller Hinsicht. Es vereint Wohlschmecken, Wohlbefinden und persönliche Werte - Stichwort: „Du bist, was du isst“. Im Food Design blicken Sie weit über den Tellerrand hinaus – und gestalten Nahrung für die Zukunft.

Trends und Wandel in der Branche

Ob in der Gastronomie, im Tourismus oder in der Lebensmittelindustrie – ein wachsendes Bewusstsein für Qualität und Nachhaltigkeit bestimmt das kulinarische Angebot. Die Lust der Menschen nach dem Besonderen ist ebenfalls treibende Kraft neuer Konzepte im Zeichen des „guten Geschmacks“. In einer Zeit, in der sich Menschen zunehmend vom beruflichen und privaten Alltag gefordert fühlen, bietet die Nahrungsaufnahme eine Chance, innezuhalten und sich etwas Gutes zu tun. Über die Art und Weise, was wir wo verzehren, nähren wir auch unsere Werte. Nahrung wird so zu einer Haltung – etwa gegenüber der Tierhaltung, der Massenproduktion, Pflanzenschutzmitteln etc. Es geht aber verstärkt auch um das Bedürfnis nach Individualität bei der Nahrungsaufnahme – um die Freiheit zu Wahl – ein Megatrend für die Zukunft. Bei den Bestrebungen, all diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, spielt Food Design eine wichtige Rolle. Food Designerinnen und Designer vereinbaren Essen, Design und Nachhaltigkeit und kreieren Gesamtkonzepte, die nachhaltige Veränderungen bewirken – bei Menschen, beim Angebot der Branche und in der Wirtschaft.

Berufsaussichten

Food Design ist ein junger Bereich, der sich noch entwickelt und immer mehr an Bedeutung gewinnt. Potenzielle Tätigkeitsfelder sind die Entwicklung von Tourismus- und Gastronomiekonzepten für Tourismusbetriebe oder Tourismusregionen, die Kreation von Produkten für Lebensmittelhersteller, die Beratung von Ferienregionen, landwirtschaftlich geprägten Gebieten oder herstellenden Unternehmen sowie die Umsetzung von Food Design Events – entweder in einem Angestelltenverhältnis oder als selbstständige Tätigkeit.

Bildungspfad Food Design im Detail

Dieser Bildungspfad stellt die Entwicklung zur akademisch geprüften Food Designerin bzw. zum akademische geprüften Food Designer dar, für deren Beginn zwei Varianten möglich sind. So eignen sich zum Beispiel mehrere Lehrberufe für den Einstieg an der Basis dieses Bildungspfades: Gastronomiefachfrau/-mann, Köchin/Koch oder eine Doppellehre, welche die Berufe Restaurantfachfrau/-mann und Köchin/Koch kombiniert. Oder Sie starten mit einer abgeschlossenen facheinschlägigen Schulausbildung in den Bildungspfad. Dafür kommen beispielsweise eine dreijährige Hotelfachsschule oder eine fünfjährige Tourismusschule, die mit Reife- und Diplomprüfung abschließt, in Frage.

Danach bieten sich unterschiedliche weiterführende Ausbildungen an, für die allesamt eines wichtig ist: eine berufliche Tätigkeit in der Gastronomie, im Tourismus oder in der Hotellerie. Der abgebildete Bildungspfad zeigt – stellvertretend für viele weitere Ausbildungen – zwei konkrete Ausbildungswege: die WIFI-Lehrgänge Food & Beverage Management und Küchenmeister/in.

Wesentliche Voraussetzung für den Lehrgang Food & Beverage Management ist jahrelange Berufserfahrung in der Hotellerie und/oder Gastronomie. (Jung-)Unternehmerinnen und –Unternehmer, Personen mit erster Führungserfahrung und jene, die sich auf eine Betriebsübernahme in Hotellerie und/oder Gastronomie vorbereiten wollen, erwerben mit dieser Qualifikation die Kompetenz, einen Betrieb erfolgreich zu führen.

Zum Lehrgang Küchenmeister/in (Certified Master Chief) sind Fachkräfte mit mindestens sechsjähriger Berufserfahrung – die Lehrzeit mit eingerechnet – zugelassen. Wer über keinen Lehrabschluss verfügt, muss eine berufliche Praxis von mindestens acht Jahren als Köchin/Koch nachweisen. Mit der Ausbildung zur Küchenmeisterin bzw. zum Küchenmeister können Sie sich für die Leitungsposition in der Küche qualifizieren.

Wer die langjährige Erfahrung in Küche und Gastronomie noch um eine weitere Qualifikation ergänzen möchte, kann den Universitätslehrgang Food Design an der New Design University St. Pölten belegen. Voraussetzung dafür: mindestens zweijährige einschlägige Berufspraxis für Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung. Wer über die Hochschulreife verfügt, kann auch ohne den Nachweis von Berufspraxis in den Lehrgang aufgenommen werden.

Mit diesen Eigenschaften haben Sie die richtigen Zutaten für eine gelungene Karriere in diesem Berufsfeld:

  • Kulinarisches Interesse und Geschick
  • Kreativität
  • Sinn für Ästhetik
  • Kundenorientierung
  • Organisationstalent
  • Teamfähigkeit

 

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad 

In die Branche einsteigen oder sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter weiterentwickeln – diese Ausbildungsschritte bringen Sie an Ihr nächstes Karriereziel:

Köchin/Koch

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Köchin/Koch arbeiten Sie in gastgewerblichen Betrieben unterschiedlicher Ausrichtung. Spezialisierungsmöglichkeiten gibt es auf die verschiedensten Speisengruppen – Suppen und Gemüse (Potager), Saucen (Saucier), Braten (Rotisseur), Kalte Küche (Gardemanger), Eier- und Teiggereichte (Entremetier), Fisch (Poissonier) und Süßspeisen (Patissier).

Sie

  • bereiten Speisen aller Art zu und organisieren die Arbeitsabläufe in der Küche,
  • erstellen Speisekarten mit kreativen Gerichten und Menüvariationen,
  • arrangieren Buffets und Bankette,
  • sind zuständig für den Einkauf der Lebensmittel und deren fachgerechte Lagerung,
  • achten auf die Einhaltung der Lebensmittelbestimmungen,
  • kalkulieren und organisieren das Küchenpersonal.

Restaurantfachfrau/-mann

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Restaurantfachfrau/-mann arbeiten Sie vor allem in der gehobenen Gastronomie (Restaurant- und Hotelbetriebe), in Gasthäusern, Kaffeehäusern, Bars und Diskotheken. Durch die Wahl des Betriebes (Klein-, Mittel-, Großbetrieb, Restaurant, Hotel, Catering-Unternehmen, etc.) können Sie selbst Schwerpunkte in Ihrem Aufgabenbereich setzen.

Sie

  • erstellen Speisekarten mit kreativen Gerichten und Menüvariationen,
  • arrangieren Buffets und Bankette,
  • empfangen und betreuen die Gäste fachkundig,
  • stellen Rechnungen aus und kassieren den Rechnungsbetrag,
  • sind zuständig für den Einkauf der Lebensmittel,
  • kalkulieren und organisieren das Küchenpersonal.

Gastronomiefachfrau/-mann

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Gastronomiefachfrau/-mann arbeiten Sie in Gaststätten, Restaurants, Kaffeehäusern, Bars, Hotels oder Catering-Unternehmen.

Sie

  • verbinden in idealer Weise die Bereiche Küche und Service,
  • bieten perfektes Service und eine hervorragende, kreative Küche,
  • können als Selbständige bzw. Selbständiger in der Hotellerie und Gastronomie arbeiten.

Als Hotelkauffrau/-mann arbeiten Sie in den unterschiedlichsten Abteilungen – zum Beispiel in der Verwaltungs- oder Wirtschaftsabteilung – eines Hotels oder gastgewerblichen Betriebes.

Sie

  • tragen oft als Abteilungsleiterin bzw. Abteilungsleiter die Verantwortung für den effizienten und reibungslosen Arbeitsablauf der Abteilung,
  • erstellen Dienst- und Urlaubspläne und kontrollieren die Lohnverrechnung,
  • prüfen und bestätigen Rechnungen und Bestellungen der Einkaufsabteilung und führen das betriebliche Rechnungswesen durch,
  • übernehmen die Aufgaben von Empfangschefs in der Gästebetreuung,
  • überwachen den Geschäftsablauf, prüfen die Betriebskosten und besprechen wichtige Entscheidungen und Probleme mit der Besitzerin oder dem Besitzer bzw. den Gesellschaftern.

Als Absolventin bzw. Absolvent einer Tourismusschule bieten sich Ihnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in Gastronomie, Hotellerie, Reisebürobetrieben, im Kur- und Kongresswesen oder in der Verkehrswirtschaft und Tourismuswerbung – als Köchin/Koch, Hotel- und Gastgewerbeassistentin/Gastgewerbeassistent, Reisebüroassistentin/Reisebüroassistent, in Verwaltungsberufen im Gastgewerbe, in Berufen im Rezeptions- und Empfangsbereich, in kaufmännischen Berufen sowie in Berufen in Tourismusorganisationen.

F&B-Managerinnen bzw. F&B-Manager leiten Häuser in der Gastronomie und/oder Hotellerie und sind den Restaurantmanagerinnen bzw. Restaurantmanagern und Küchenchefs übergeordnet.

Sie

  • führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
  • sind für Entwicklung und Marketing des F&B-Angebots zuständig,
  • haben die kaufmännische Führung Ihres Betriebes über,
  • verantworten Planung, Beschaffung, Lagerung und Abrechnung aller Lebensmittel und Getränke,
  • planen den Einsatz des Personals im gesamten Restaurant-, Küchen-, Bar- und Zimmerservicebereich.

Als Küchenmeisterin bzw. Küchenmeister arbeiten Sie entweder selbstständig oder in einem Angestelltenverhältnis in einer Führungsposition in der Küche (Stellenbezeichnungen: Küchenmeisterin/Küchenmeister, Chefköchin/Chefkoch, Küchenchefin/Küchenchef) in Unternehmen der Hotellerie und Gastronomie, Systemgastronomie, Bankett, Catering, Großveranstaltungen, Alten- und Pflegeheimen sowie Großküchen.

Sie

  • stellen Menüfolgen und Speisepläne zusammen und sind für alle Schritte der Vorbereitung sowie Zubereitung von Speisen verantwortlich,
  • stellen die Bestellungen und das Warenmanagement für alle in der Küche notwendigen Produkte und Zutaten sicher,
  • sind für das gesamte Küchenmanagement zuständig, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bilden Lehrlinge aus,
  • planen und überwachen das Kostenmanagement in der Küche,
  • stellen sicher, dass alle Standards des Qualitätsmanagements in der Küche eingehalten werden.

Als akademisch geprüfte Food Designerin oder akademisch geprüfter Food Designer sind Sie in der Gastronomie, im Tourismus oder in der Lebensmittelindustrie tätig. Sie üben Ihren Beruf entweder in einem Angestelltenverhältnis oder in einer selbstständigen Tätigkeit aus.

Sie

  • vereinbaren Essen, Tourismus, Design und Nachhaltigkeit,
  • überdenken Essverhalten, Essrituale und Lebensmittel und entwickeln Gesamtkonzepte, die nachhaltige Veränderungen bewirken,
  • konzipieren Ideen für Lebensmittelproduzenten,
  • beraten Ferienregionen, landwirtschaftlich geprägte Gebiete oder herstellende Unternehmen und kreieren für diese Tourismus- oder Gastrokonzepte,
  • prägen als experimentelle Food Designerin bzw. experimenteller Food Designer die internationale Szene.
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