Medizinproduktehandel

Die Welt braucht Medizinprodukte –
und Menschen, die sich damit auskennen.

Vom Stethoskop über den sterilen Operationshandschuh bis hin zum Defibrillator – Medizinprodukte sind in der Medizin unentbehrlich. Sie werden zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken für Menschen verwendet und tragen zu einem gut ausgebauten Gesundheitssystem bei. In Österreich beschäftigt die Branche mit rund 1.800 Medizinproduktehändlerinnen und -händlern zirka 13.000 Menschen.

Trends und Wandel in der Branche

Der medizinische Fortschritt ist rasant – neue oder weiterentwickelte Methoden und Techniken zur Behandlung und Heilung verlängern Leben und verbessern die Lebensqualität. Damit einher gehen permanente Weiter- und Neuentwicklungen im Bereich der Medizin- und Gesundheitsprodukte, die oft dank ihrer ausgefeilten Technik wahre Wunder vollbringen.

Der enorme medizinische Fortschritt macht es möglich, dass die Bevölkerung immer älter wird – mit zunehmenden Lebensjahren steigt aber auch die Belastung durch Krankheit und Invalidität. Gesundheits- und Pflegesektoren erlangen daher zunehmend an Bedeutung und müssen den immer größeren Anforderungen gerecht werden. Bedürfnisgerechte Medizinprodukte leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Die Medizinprodukte-Branche ist daher ein Wachstumsmarkt und wird es auch bleiben.

Berufsaussichten

Der Bedarf an Fachkräften im Medizinproduktehandel ist groß. Mit dem technischen Fortschritt wachsen die Bandbreite an Medizinprodukten und die Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs für Beratung und Service. Der rasch wachsende Markt mit zukunftssicherer Entwicklung bietet beste Aussichten für Medizinproduktberater/innen und Medizinproduktehändler/innen. Sie arbeiten in einem spezialisierten, dynamischen Umfeld mit außergewöhnlichen Produkten.

Bildungspfad Medizinproduktehandel im Detail

Dieser Bildungspfad stellt die berufliche Entwicklung von der Lehre zur/zum Medizinproduktekauffrau/-mann bis hin zur einer selbstständigen Tätigkeit im Medizinproduktehandel dar.
Die dreijährige duale Lehrausbildung aus Lehre im Betrieb in diesem zukunftsträchtigen Beruf in Verbindung mit der Ausbildung an der Berufsschule ist eine solide Basis für eine Karriere in diesem Berufsfeld. Eine im Anschluss empfohlene Zusatzqualifikation ist die Ausbildung zum/zur Medizinprodukteberater/in am WIFI.
Der Medizinproduktefachhandel ist ein reglementiertes Gewerbe. Wenn Sie in dieser Branche ein eigenes Unternehmen gründen oder gewerberechtliche Geschäftsführerin / gewerberechtlicher Geschäftsführer werden wollen, ist eine Befähigungsprüfung Voraussetzung. Das WIFI bietet dazu österreichweit Vorbereitungskurse an.

Der Weg zur Befähigung im Medizinproduktehandel führt aber nicht ausschließlich über den Lehrberuf des Medizinproduktekaufmanns/der Medizinproduktekauffrau. Auch Quereinsteiger/innen, Personen mit abgeschlossener Hochschulausbildung oder Start-up-Gründer/innen können die Befähigungsprüfung ablegen und sich im Medizinproduktehandel selbständig machen oder die gewerberechtliche Geschäftsführung übernehmen.
 

Eigenschaften, die Sie idealerweise für diesen Berufsweg mitbringen:

  • Kundenorientierung
  • Verkaufstalent
  • Technisches Verständnis
  • Leidenschaft und Freude an Wissenschaft und Medizin
  • Organisationsstärke
  • Flexibilität

Ihr Start in den BildungspfadIhr Start in den Bildungspfad

 Diese Ausbildungen sind ein effektives Rezept für eine erfolgreiche Karriere in einer krisenfesten Branche:

Medizinproduktekauffrau/-mann

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Medizinproduktekauffrau/-mann sind Sie in Betrieben des Medizinproduktefachhandels, des orthopädischen Einzelhandels oder im Medizinproduktegroßhandel tätig. Sie arbeiten mit Expertinnen und Experten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens zusammen und beraten Endkunden. Medizinkaufleute sind zusätzlich im Außendienst tätig, besuchen Pflegeheime, Krankenhäuser, Labors, Wellnesseinrichtungen und Facharztpraxen.

Sie

  • ermitteln den Bedarf an Medizinprodukten,
  • sind für den Einkauf zuständig,
  • kümmern sich um die Lagerung und Pflege der Waren unter Rücksichtnahme auf Hygiene,
  • setzen Maßnahmen bei Lieferverzug, Nichtlieferung, Fehllieferung oder Gewährleistung,
  • sind betraut mit der Vorbereitung und Bereitstellung des betrieblichen Warensortiments,
  • sorgen für die verkaufsgerechte Präsentation der Waren,
  • führen Verkaufsgespräche,
  • stellen Produkte im Außendienst vor (in Krankenhäusern, Arztpraxen, Wellnesseinrichtungen, Rehabilitationszentren etc.),
  • warten und reparieren Geräte vor Ort.
  • schulen Kunden ein,
  • behandeln Reklamationen,
  • organisieren Transporte (zB auch für Gefahrengüter),
  • sind verantwortlich für die Entgegennahme von Bestellungen und Aufträgen inkl. Abwicklung und Rechnungslegung.

Als Medizinprodukteberater/in fungieren Sie als Bindeglied zwischen Lieferanten und Anwendern. Sie arbeiten in einem Medizinprodukte-Unternehmen oder bei Gesundheitsbehörden. Aber auch in der Verwaltung von Betrieben des Gesundheitswesens ist Ihr Wissen um Medizinprodukte unerlässlich.

Sie

  • erklären Ihre Produkte,
  • weisen in die sichere Handhabung von Medizinprodukten ein,
  • dokumentieren Informationen beim Einarbeiten des medizinischen Personals für das eigene Unternehmen.

Als Medizinproduktehändler/in sind Sie für den gewerblichen Handel mit Medizinprodukten berechtigt. Mit der zuvor abgelegten Befähigungsprüfung zeigen Sie, dass Sie über die rechtlichen Voraussetzungen für die Herstellung, Aufbereitung und den Handel mit Medizinprodukten Bescheid wissen. Damit können Sie Ihr eigenes Medizinproduktehandelsunternehmen gründen.

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