Massage

Als Masseur/in haben Sie das Wohlbefinden von Menschen im Griff!

Massage ist eine der ältesten Formen der Gesundheitsbetreuung. Masseurinnen und Masseure führen Massagen zur Erhaltung des allgemeinen Wohlbefindens und zu sportlichen Zwecken durch, aber auch zur Bewegungstherapie, Gymnastik oder aber mit dem Ziel der Heilung eines Leidens. Will man in diesem Beruf Menschen seinen Dienst erweisen, braucht es eine fundierte Ausbildung.

 

Trends & Wandel in der Branche

Wellness und Gesundheit sind seit Jahren Wachstumsbranchen. Die Zahl der Beschäftigten stieg in den letzten Jahren stetig wie auch Unternehmensneugründungen. Daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Ein gesteigertes Gesundheits- und Körperbewusstsein, eine Zunahme von Problemen mit dem Bewegungs- und Stützapparat, insbesondere von Rückenleiden, etwa durch Bürotätigkeiten und Bewegungsmangel, aber auch eine zunehmend älter werdende Gesellschaft tragen zu dieser Entwicklung bei. Darüber hinaus hat der Gesundheits- und Wellnesstourismus in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und bietet eine Fülle an Beschäftigungsmöglichkeiten für kompetente und erfahrene Masseurinnen und Masseure.

 

Berufsaussichten

Im Berufsfeld Massage muss grundsätzlich zwischen gewerblichen und medizinischen Masseurinnen/Masseuren und Heilmasseurinnen/-masseuren unterschieden werden. Gewerbliche Masseurinnen/Masseure dürfen laut Gesetz nur den gesunden Körper zur Prävention, medizinische Masseurinnen/Masseure und Heilmasseurinnen/-masseure hingegen auch den kranken Körper behandeln.

Der wachsende Gesundheitssektor wirkt sich positiv auf die Beschäftigungssituation für Masseurinnen/Masseure aus. Spezialausbildungen verbessern die Jobaussichten zusätzlich.

Trotz der steigenden Anzahl an Patientinnen/Patienten wird im öffentlichen Gesundheitsbereich Personal eingespart. Personalmangel herrscht hingegen im privaten Pflegesektor, der durch die Verringerung der Verweildauer in Spitälern noch weiter steigen wird. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bietet der Tourismusbereich in Thermalbädern, Kuranstalten, Beautyfarmen, Kur-, Gesundheits- und Wellnesshotels. Auch eine selbstständige Tätigkeit ist in dem Berufsfeld möglich.

Auch der Mobilitätsgedanke macht vor dem Berufsbild der Masseurin / des Masseurs nicht Halt. So gibt es mittlerweile mobile Masseure und Masseurinnen, die direkt zu ihren Kund/inn/en kommen und diese vor Ort betreuen (Mobile Dienste).

 

Bildungspfad Massage im Detail

Dieser Bildungspfad stellt die berufliche Entwicklung vom Lehrberuf Masseur/in bis hin zur/zum Heilmasseur/in dar.

Die duale Lehrausbildung zum/zur Masseurin in Betrieb und Unternehmen dauert zwei Jahre, das Mindestalter für den Beginn der Lehre ist 17 Jahre. Das WIFI bietet Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung an. Eine anschließende dreimonatige Grundausbildung zum gewerblichen Masseur am WIFI ermöglicht einen sofortigen Einstieg im Dienstverhältnis in Wellnesshotels. Zudem ist die Ausbildung auch ein Vorbereitungslehrgang auf die Befähigungsprüfung Massage. Nach erfolgreich abgelegter Befähigungsprüfung und einer dreijährigen einschlägigen Berufspraxis sowie dem Lehrgang über die weiterführende Fachausbildung Massage können Sie das Gewerbe selbstständig ausüben.

Mit einer erfolgreich abgelegten Befähigungsprüfung haben Sie auch die Chance, eine verkürzte Ausbildung zum/zur medizinischen Masseur/in zu absolvieren. Neben der positiven Befähigungsprüfung sind ein Leumundszeugnis, ein ärztliches Attest und ein Praktikumsplatz die Voraussetzungen für die Zulassung zu dieser Ausbildung.

Eine Aufschulung zum/zur Heilmasseur/in berechtigt Sie zur selbstständigen Berufsausübung und eigenverantwortlichen Durchführung von Massagetherapien. Für medizinische Masseurinnen/Masseure und Heilmasseurinnen/-masseure bietet das WIFI passende Spezialqualifikationen − zum Beispiel in der Elektrotherapie, der Hydro- oder der Balneotherapie − an.

Eigenschaften, die Sie für das Berufsfeld Masseur/in prädestinieren: 

  • physische Ausdauer
  • Handgeschicklichkeit
  • Fingerfertigkeit
  • guter Tastsinn
  • Kommunikationsstärke
  • eigenverantwortliches Agieren
  • hohes Einfühlungsvermögen

 Ihr Start in den Bildungspfad

Ihr Start in den Bildungspfad

Bereit, anderen Menschen Gutes zu tun? Diese Ausbildungsschritte unterstützen Sie bei Ihrem Vorhaben:

 

Als Fachkraft mit Lehrabschluss Masseur/in sind Sie in Kleinbetrieben des Masseurgewerbes, in Kuranstalten und Rehabilitationszentren, Physiotherapeutischen Instituten, Facharztpraxen oder Fremdenverkehrsbetrieben (Bäder, Sauna, Sport- und Freizeitzentren, Wellnesshotels) tätig. Sie arbeiten mit Heilmasseurinnen/-masseuren, medizinischen Masseurinnen/Masseuren, Wellnesstrainer/innen, Ärztinnen/Ärzten sowie Angehörigen anderer medizinischer Berufe bzw. Wellnessberufe, Mitarbeiter/innen von Rehabilitationszentren und Kuranstalten und physiotherapeutischen Instituten zusammen.

 Sie

  • erfragen die Wünsche und Beschwerden der Kunden und erkundigen sich nach eventuellen ärztlichen Befunden und Anordnungen,
  • erstellen zu Beginn Tast- und Sichtbefunde,
  • untersuchen die Haut auf Rötungen und Ekzeme,
  • stellen den Spannungszustand der Muskeln sowie Verhärtungen und Dehnbarkeit des Gewebes durch Tasten fest,
  • prüfen bei Gelenksmassagen den Bewegungsumfang der Gelenke,
  • legen Art und Dosierung der Massagetechniken fest,
  • behandeln die zu massierenden Körperteile mit entsprechenden Massagetechniken,
  • wenden klassische Teil- und Ganzkörpermassagen oder spezielle Massagetechniken wie Fußreflex- und Akupunkturmassagen an,
  • bereiten Packungen, Wickel und Kompressen vor und tragen diese auf die betreffenden Körperteile auf,
  • wenden Bestrahlungen mit Heißluft, Rotlicht, Blaulicht etc. an.

Als gewerbliche Masseur/in üben Sie den Beruf selbstständig aus, etwa in einem Kleinbetrieb des Masseurgewerbes.

 

 

Sie

  • erfragen die Wünsche und Beschwerden der Kunden und erkundigen sich nach eventuellen ärztlichen Befunden und Anordnungen,
  • erstellen zu Beginn Tast- und Sichtbefunde,
  • untersuchen die Haut auf Rötungen und Ekzeme,
  • stellen den Spannungszustand der Muskeln sowie Verhärtungen und Dehnbarkeit des Gewebes durch Tasten fest,
  • prüfen bei Gelenksmassagen den Bewegungsumfang der Gelenke,
  • legen Art und Dosierung der Massagetechniken fest,
  • behandeln die zu massierenden Körperteile mit entsprechenden Massagetechniken,
  • wenden klassische Teil- und Ganzkörpermassagen oder spezielle Massagetechniken wie Fußreflex- und Akupunkturmassagen an,
  • bereiten Packungen, Wickel und Kompressen vor und tragen diese auf die betreffenden Körperteile auf,
  • wenden Bestrahlungen mit Heißluft, Rotlicht, Blaulicht etc. an.

Als medizinische Masseurin bzw. medizinischer Masseur sind Sie in Arztpraxen, Krankenhäusern, Sanatorien, medizinisch-technischen Labors, Tourismus- und Kurbetrieben, Sportvereinen und Fitnesscentern, Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. BFI, WIFI, Volkshochschulen) tätig oder Sie sind selbstständig beschäftigt. Mit Zusatzausbildung wie beispielsweise für "Hydro- und Balneotherapie" können Sie als medizinische Bademeister/innen arbeiten.

 Sie 

  • führen klassische Massagen, Packungsanwendungen, Thermotherapien, Ultraschalltherapien und Spezialmassagen zu Heilzwecken durch.
  • mit zusätzlichen Spezialqualifikationen führen Sie Anwendungen im Bereich Balneotherapie, Elektrotherapie und Hydrotherapie durch.

Als Heilmasseur/in dürfen Sie Ihren Beruf eigenverantwortlich – auf Zuweisung einer Ärztin/eines Arztes – durchführen. Heilmasseurinnen/-masseure können zudem die Berechtigung zur Ausübung von Lehraufgaben erwerben. Die Lehraufgaben umfassen Lehrtätigkeiten in Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. BFI, WIFI, Volkshochschulen) wie die Ausbildung zum/zur medizinischen Masseur/in, die Aufschulung zum/zur Heilmasseur/in, Spezialqualifikationsausbildungen und die Ausbildungen für Lehraufgaben.

Sie 

  • führen eigenverantwortlich klassische Massagen, Packungsanwendungen, Thermotherapien, Ultraschalltherapien und Spezialmassagen zu Heilzwecken nach ärztlicher Anordnung durch.
  • mit zusätzlichen Spezialqualifikationen führen Sie Anwendungen im Bereich Elektrotherapie, Hydrotherapie und Balneotherapie durch,
  • planen im Rahmen einer Lehrtätigkeit den theoretischen und praktischen Unterricht und führen diesen durch.

 

Als medizinische Masseurin/medizinischer Masseur oder Heilmasseur/in mit Zusatzqualifikation führen Sie zusätzlich Anwendungen spezieller Therapien zu Heilzwecken durch.

Sie 

  • wenden im Rahmen der Hydrotherapie Wasser in vielfältigen Varianten an – mit dem Tuch (Waschungen, Wickel, Packungen), mit fließendem Wasser und Wasserstrahl,
  • setzen bei der Elektrotherapie elektrischen Strom (Nieder- und Mittelfrequenzen) ein,
  • führen auf Grundlage der Balneotherapie Behandlungen durch Bäder mit heilenden Zusätzen − zum Beispiel Moorbäder − oder mit speziellem Wasser durch, das Schwefel, Jod, Kohlensäure oder radioaktive Spurenelemente enthält.

 

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