Bildungspfad Building Information Modeling (BIM)

Pläne zeichnen? Old School…!

Building Information Modeling (BIM) ist eine bauteilorientierte Planungstechnologie in der Ingenieur-, Architektur- sowie der Bauplanung. Als Grundlage, um allen Anforderungen des Gesetzgebers zu entsprechen, dient eine europaweit und national geltende Norm.

Trends & Wandel in der Branche

Gebäude enthalten bereits vor und während ihrer Planungs- und Errichtungsphase, aber auch in ihrer Nutzungsphase, eine Unzahl an technischen Daten und Informationen. Daten, die über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, über sämtliche Gewerke hinweg miteinander korrelieren.

Informationen, die bisher in klassischen 2D-Plänen dokumentiert wurden, werden nun digital erstellt, visualisiert, miteinander verknüpft, ausgewertet und abgespeichert.

Der Prozess des Building Information Modelings (BIM) ist damit notwendig geworden und hat sich in der gesamten Baubranche bereits etabliert. Neue Berufsbilder und Berufsbezeichnungen wie „BIM-Practitioner“, „BIM-Koordinator*in“, oder „BIM-Manager*in“ haben sich etabliert.

Berufsaussichten

Erfolgreiche BIM Projekte benötigen hochspezifisches Fachwissen und Verständnis für die gesamte Prozesslandschaft bei allen Beteiligten. Eine Schlüsselfunktion haben daher in der BIM-Methodik ausgebildete Personen, die in der Planung, Errichtung oder im Betrieb von Gebäuden tätig sind.

Auch öffentliche Aufträge im In- und Ausland sind für die exportorientierte österreichische Wirtschaft nur mehr mit international anerkannten Qualitätssiegeln (z.B. BIM-Zertifikaten) und unter Einhaltung der entsprechenden Normen erreichbar.

Bildungspfad Building Information Modeling (BIM) im Detail

Building Information Modeling können Sie ausgehend von ganz unterschiedlichen Ausbildungen und Abschlüssen erlernen: ob als Fachkraft aus den Bereichen Planung, Ausführung und Betrieb von Projekten im Bau- und Baunebengewerbe, im Facility Management oder in der Haustechnik, oder aber als Absolvent*in technischer Studienrichtungen oder als HTL-Absolvent*in, Maturant*in oder

Absolvent*in einer (Fach)Hochschulen aus Bereichen des Bau- und Baunebengewerbes sowie des Facility Management.

Die beiden Abschlüsse Digital BIM Practitioner und BIM-Koordinator*in sind Zusatzqualifikationen, die für alle Personen in Frage kommen, die an der Implementierung von BIM-Projekten mitarbeiten oder für diese verantwortlich sind. Dabei ist das Zertifikat Digital BIM Practitioner des WIFI für Praktiker*innen, der Abschluss BIM-Koordinator*in weiterführend für Planer*innen und Projektleiter*innen gedacht.

Eine berufsbegleitende BIM-Ausbildung eröffnet die Möglichkeit zur Prüfung und Zertifizierung. Einen ersten Ausbildungsschritt bietet die Ausbildung zum Digital BIM Practitioner des WIFI. Die Zertifizierung erfolgt in Form einer schriftlichen Prüfung, einer Projektarbeit und eines Fachgespräches, entsprechend den Anforderungen der EN ISO/IEC 17024. Die Zertifizierung zum Digital BIM Practitioner wird durch die akkreditierte Zertifizierungsstelle des WIFI durchgeführt.

Folgende Stärken sind in diesem Bildungspfad von Vorteil: Flexibilität, Einsatzfreude, Verantwortungsbereitschaft, analytisches Denken, Gewissenhaftigkeit, Teamfähigkeit.

 

Personenzertifikate haben in der Wirtschaft einen hohen Stellenwert, da deren Gültigkeit auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt ist und nur durch Rezertifizierung (Auffrischung der Fachkenntnisse) verlängert werden kann. Dies signalisiert, dass das erworbene Wissen durch permanente Aktualisierung und Überprüfung immer dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Mehrere Anbieter*innen bieten Ausbildungen und Zertifizierungsprüfungen für BIM Koordinator*innen an: Diese eignen sich besonders für Sie, wenn Sie in der Planung und in der Projektleitung arbeiten.

 Ihr Start in den Bildungspfad

Ihr Start in den Bildungspfad

Abhängig von Ihrer beruflichen Vorerfahrung haben Sie folgende Einstiegsmöglichkeiten in diesen Bildungspfad:

 

Als Fachkraft mit Lehrabschluss in den Bereichen Planung, Ausführung und Betrieb von Projekten im Bau- und Baunebengewerbe kann der erlernte Beruf in allen Arten von Unternehmen, öffentlichen Institutionen oder Organisationen ausgeübt werden.

Digital BIM-Practitioner erfüllen die fachlichen Voraussetzungen, die für die Abwicklung von BIM-Prozessen notwendig sind.

Als Digital BIM-Practitioner/in können Sie

  • zweidimensionale Zeichnungen in jeder Perspektive erstellen,
  • 3D-Gebäudemodelle mittels Autodesk Revit erstellen,
  • die wichtigsten Normen aus den Bereichen CAD & BIM in Ihrer Arbeit anwenden,
  • Punktwolken und 360 Fotos erstellen und auswerten sowie die Vermessung von Gebäuden koordinieren,
  • Auftraggeber*innen zu Anforderungen an Informationen beraten und deren Einhaltung überwachen,
  • den Datenfluss eines BIM Projekts überwachen und koordinieren.

BIM-Koordinator*innen übernehmen die Schlüsselfunktion im BIM-Prozess und koordinieren alle Planungsbeteiligten.

Als BIM-Koordinator*in können Sie

  • Projekte mit BIM Level 3 nach ÖNORM A6241-2 koordinieren und implementieren,
  • Gebäude mittels BIM strukturieren, planen und automatisiert prüfen,
  • Ihren Unternehmenserfolg durch deutlich effizientere Abstimmung der Planungsbeteiligten in Projekten, automatisiertes Auffinden von Planungsfehlern und rasches Erfassen von Änderungen steigern,
  • sich als Expert*in in der Ingenieur-, Architektur- sowie Bauplanung in einer Schlüsselrolle positionieren.
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